Karin Dressler mit Hut

I did it!

Posted on 5. April 2017

Mach es fertig, bevor es dich fertig macht!

Der Spruch wurde wahrscheinlich für mich erfunden. Aber trotz allem guten Zuredens ist es mir erst am 3. April 2017 gelungen, meine Doktorarbeit über Melodieextraktion zu verteidigen. Und wider aller bösen Vorahnungen und gemeinen Alpträumen meinerseits, habe ich das Ganze mit Bravour gemeistert und irgendwie viel besser, als ich es zu hoffen wagte. Außer meinem Doktorvater und mir hat am Ende kaum einer aus der Familie so richtig an den Titel geglaubt. Und selbst ich bin die letzten Jahre schier an mir selbst verzweifelt. Das blöde Doktorarbeitsding wollte sich einfach nicht von alleine schreiben. Am Ende sagte ich mir, Hauptsache fertig. Und das war gut so.

Die Verteidigung war der letzte dicke Brocken, der zu bewältigen war. Besonders vor dem Rigorosum hatte ich mich gefürchtet. Denn dafür muss man an der TU Ilmenau wie zu alten Studentenzeiten zwei Themengebiete lernen und wird dann mündlich geprüft. Vor einem Jahr noch hätte ich sowas meinem Gehirn nicht mehr zugetraut, aber ich muss ehrlich sagen … ich war gar nicht so schlecht. Nein, eigentlich war ich viel besser als zu alten Studentenzeiten. Auch wenn Prof. Krömka und mein Doktorvater Karlheinz Brandenburg bei der Prüfung offensichtlich nur mein Bestes wollten, habe ich mich ganz ehrlich wacker geschlagen.

Nun ja, jedenfalls bin ich stolz wie Bolle, was man auf den Fotos unten sicher auch erkennen kann. Ich kam jedenfalls nach der Präsentation meiner Ergebnisse aus dem Grinsen gar nicht mehr raus, was zur Folge hat, dass ich auf allen Fotos total viele Grinsefalten habe. So was Doofes!

Eine besonders tolle Idee war es, allen Leuten bei Airbus DS (mein toller Arbeitgeber) von meiner fast schon fertigen Doktorarbeit zu erzählen. Wenn der Chef im Abstand von drei Wochen nachfragt, wie es denn läuft, gehen einem irgendwann die Sprüche aus. Und auch meinem Lieblingsphysiker Philipp Sturm möchte ich danken. Er weigert sich zwar hartnäckig, mich bei Facebook zu befreunden, aber dafür kann ich mir bei ihm immer eine Portion Selbstvertrauen abholen, wenn ich es mal nötig habe. Und ich habe es meistens nötig. Und natürlich auch ein Dankeschön an Gina, die wie wild an meine Fähigkeiten glaubt. Hihi!

Ich darf mich übrigens noch nicht Doktor nennen — muss erst noch publizieren. Aber das dürfte nicht so schwer sein. Muss erst mal recherchieren, wie das geht.

Mit Gabi und Hapapa

Mit Inella

Mitglied der Promotionskommission: Jakob Abeßer

Petra Dressler ist fast so stolz wie Karin

Christian Dittmar überreicht den Hut

Mein Doktorvater Karlheinz Brandenburg und ich

What Others Are Saying

  1. sartorius77 6. April 2017 at 20:12

    Was? Noch niemand hat dieses Ereignis kommentiert? Da gratuliere ich doch gleich mal. Ich habe schon gedacht, dass vielleicht was schief gelaufen wäre. Aber so ist natürlcih prima. Publizieren musst Du? Das stell ich mir schon nicht ganz so einfach vor. Das muss doch ein wissenschaftlich relevanter Text sein und in einer dementsprechenden Zeitschrift angenommen werden? Aber graduiert wie Du bist wird das schon auch noch klappen. Gibt das nicht gleich eine Gehaltserhöhung?

    • Kaa 6. April 2017 at 21:04

      *lach*
      Sartorius, du bist ein echter Pragmatiker. Gleich an die mögliche Gehaltserhöhung zu denken. Aber es könnte schon sein, dass es was gibt. Da müsste ich noch mal nachfragen.
      Das Publizieren der Doktorarbeit ist ganz einfach. Es gibt ja niemanden mehr, der sie ablehnen könnte, denn durch die positiven Gutachten hat die Arbeit die schwerste Hürde schon genommen. Das Veröffentlichen ist jetzt nur noch Formsache. Ein bisschen wie beim Zuschussverlag. Man gibt halt Geld aus, damit das Ding veröffentlicht wird, und damit hat sich die Sache.

      Ich mache jetzt erst mal ein bisschen Pause und dann kümmere ich mich in zwei drei Wochen darum. Auf jeden Fall habe ich demnächst wieder mehr Zeit fürs Forum. Auch wenn ich noch ganz viele andere Pläne habe. Bin gerade sehr enthusiastisch irgendwie.

      LG Kaa

  2. Jürgen Schelle 7. April 2017 at 10:01

    Glückwunsch Karin,
    wer hätte bei den Tatikbesprechungen früher mal gedacht, dass du den Doktor machst ?
    Klasse Leistung!
    Mein größten Respekt!
    LG Jürgen

    • Kaa 8. April 2017 at 21:53

      Haha! Wer hätte gedacht, dass jemand mit zwei linken Holzbeinen Fußball spielt? Wie du siehst, ich lasse mich durch nichts zurückhalten. Danke für den Besuch auf meiner Webseite. Und den Kommi natürlich. Seit ich auf der anderen Seeseite wohne, bin ich leider kaum noch in Konstanz. Ich denke aber gern an die schöne Zeit zurück!
      LG Karin

  3. Immi Meyer 8. April 2017 at 17:26

    Gratulation!

    Die Grinsefalten stehen dir ganz hervorragend würde ich mal sagen!

    Liebe Grüße
    Immi

    • Kaa 8. April 2017 at 21:54

      Ui, Immi! Du hast die Fotos nicht gesehen, die ich nicht veröffentlicht habe. Aber jetzt, wo ich fast Doktor bin, können mir die Falten echt egal sein.
      Bis demnächst im Forum!

  4. Olaf 16. Mai 2017 at 21:13

    Hey Karin!
    Das ist ja mal ‘ne tolle Sache. Herzlichen Glückwunsch aus Bern!!! Haben sie dich also endlich über die Ziellinie passieren lassen 😀

    Alles Gute und bis bald einmal!!
    Olaf

    • Kaa 17. Mai 2017 at 06:44

      *Lach* Rübergelassen ist gut. Ich glaube, rübergeschupst ist das bessere Wort. Leider kann ich so ganz ohne Druck nicht so gut.

      Vielen Dank auf jeden Fall für die Glückwünsche! Was machst du denn eigentlich zur Zeit?
      Karin

  5. Renato Panda 23. Oktober 2017 at 14:04

    Hi Karin,
    Congratulations! I’m very happy for you. 🙂

    A few years ago we exchanged some mails about your transcription algorithm, which I’ve used in some of my work. Lost your contact (since you left Fraunhofer?) but today was looking for a paper/reference and discovered this looking. Again, congrats (even if with delay). Hope I can feel the same soon too!

    Cheers!
    Renato Panda

    • Kaa 24. Oktober 2017 at 21:16

      Wow, what a surprise! It is a long time since I was active in MIR. But during my summer holidays this year, I started tinkering my algorithm again. Not with much success, but I admit I had lots of fun. And I think I will continue.
      So sad I lost contact to many of my MIR friends. For some years I was not able to work on anything, let alone answering emails 🙁 But now that the pressure is gone I hope to improve!

      Let me know when you publish your thesis!
      Karin

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