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Post von der Schnullerfee

Posted on 18. Juni 2017

Mein dreijähriger Sohn Alex ist in einem Alter, in dem er noch an magische Wesen glaubt. Feen, Trolle, Zwerge, Monster, Spiderman sind vollkommen real und natürlich auch Ninjas mit Spinjitzu-Power.

Es macht sehr viel Spaß zu beobachten, wie sehr sich Alex in Geschichten verliert, auch wenn das heißt, dass man tagein tagaus nervtötendes Kampfgeheul ertragen muss. Und natürlich kann man als Erwachsener Einiges dazu beitragen, dass sich die Magie ordentlich entwickeln kann, indem man die ein oder andere Geschichte absolut glaubhaft zum Besten gibt, Wunschzettel an den Weihnachtsmann schreibt, Knabbereien für den Nikolaus rauslegt und im Garten nach dem Osterhasen sucht.
Fast genauso witzig ist es, wenn einem die Kinder so nach und nach auf die Schliche kommen und selbst herausfinden, dass man ihnen einen Bären aufgebunden hat. So ist der Große nicht mehr davon überzeugt, dass es den Weihnachtsmann gibt, hat er doch schon die ein oder andere verdächtige Geschenkpapierrolle im Keller entdeckt und festgestellt, dass der Weihnachtsmann eh immer gerade dann kommt, wenn die Kinder gerade draußen unterwegs sind, um ausgerechnet den Weihnachtsmann zu suchen. Und die Osterkörbchen sind ja auch irgendwie genau dieselben wie vom letzten Jahr und stehen eigentlich im Wohnzimmerschrank unter dem Lego-Starwars-Raumschiff.
Aber Erik ist kein Spielverderber und es macht ihm besondere Freude, seinen kleinem Bruder mit der gebotenen Ernsthaftigkeit zu erklären, dass jetzt auf jeden Fall der Osterhase etc. kommt.

Vor etwa drei Wochen hat Alex mit Papa den längst überfälligen Brief an die Schnullerfee geschrieben und ihr erklärt, dass er seine verbliebenen drei Schnuller gern gegen ein Ninjago-Supermobil-wasauchimmer eintauschen möchte. Er hatte schon wochenlang ständig von der Schnullerfee erzählt (angeheizt von den Geschichten seines Bruders) und immer wieder erklärt, was er sich alles wünscht (den halben Lego-Katalog) und als dann zwei Tage später die Schnullerfee zurückgeschrieben hat, war das ein riesen Ereignis. Die Schnullerfee hat sich über Alex’ Brief sehr gefreut und war mit einem Tausch gegen ein Spielzeug einverstanden und wollte die Schnuller bei sich zu Hause am Schnullerbaum aufhängen. Abgemacht war, das Fenster in der Nacht einen Spaltbreit aufzulassen, damit die Fee auch ins Zimmer kommt.

Am nächsten Morgen war die Freude über das Geschenk riesengroß und auch wenn es in der darauffolgenden Nacht ein paar Tränen gab, sind wir die leidigen Schnuller ohne größeres Trauma losgeworden. (Meine Eltern haben Schnuller entwöhnt, indem sie Senf in den Hohlraum spritzten und vorn ein kleines Löchlein reinpieksten. Da finde ich die Schnullerfeegeschichte irgendwie schöner.)

Das Bild zum Ausdrucken auf DIN A4: klick

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