voodoo doll

Alles beim Alten

Posted on 10. Oktober 2020

Ich habe es wieder getan. Anfang des Sommers kaufte ich mir voller Tatendrang neue Ölfarben. Nicht, weil die alten Tuben aufgebraucht wären, sondern weil ich vermute, dass die über 20 Jahre alten wenig genutzten Farben doch etwas eingetrocknet sein könnten.

Jetzt habe ich also einen neuen Satz Farben, Dutzende Pinsel, eine Feldstaffelei, Leinwände und ähnliches … und trotz bester guter Vorsätze den gesamten Sommer über nicht gemalt. Und auch der Herbst ist mittlerweile gut fortgeschritten, und so langsam macht sich die Erkenntnis breit, dass es zum praktischen Teil des großen Planes mal wieder nicht gereicht hat.

Das ist deprimierend. Ich könnte zu meiner Verteidigung anmerken, dass ich Anfang des Urlaubs am Ende meiner Kräfte war und erst einmal eine Woche faul rumliegen musste, um die Batterien überhaupt wieder aufzuladen. Dann kam ein schwerer Unfall der Kinder dazwischen, den ich erst einmal verdauen musste. Dann war ich fix und fertig, weil der Urlaub viel zu kurz war. Aber eigentlich interessiert es wirklich niemanden, ob ich nun male oder nicht. Außer mir selbst.

Zum Glück war in den Sommerferien meine Schwester Laura für vier Tage zu Besuch. Sie hat eine wunderbare Begabung fürs Zeichnen hat und ist glücklicherweise etwas fleißiger als ich. Sie hatte ihr Skizzenbuch mitgebracht und mir und Alex ihre tollen Zeichnungen gezeigt. Danach war ich total motiviert, etwas mit Laura zu zeichnen. Animefiguren und Mangas erschienen mir zu schwierig für den Anfang, also wählte ich als Vorlage eine einfache “Voodoo-Puppe”, die ich im Internet gefunden hatte, zeichnete sie ab und malte sie sehr gewissenhaft mit Buntstiften aus. Laura und Alex fanden die Idee nicht schlecht und malten ihre eigenen Versionen. Es war ein toller Nachmittag, der mich sehr inspieriert hat. Zumindest dazu, bei Youtube Dutzendende Videos zum Zeichnen anzuschauen. Zum Ausprobieren des angesammelten Fachwissens kam es leider nicht (siehe oben). Immerhin schaffte ich es noch, in den nächsten Wochen den Hintergrund des angefangenen Bildes fertig auszumalen.

Und so kann ich nach dem Sommer der Hoffnung immerhin ein Werk präsentieren (siehe Beitragsbild): Karin’s Voodoo Doll — Buntstift auf Zeichenkarton (Derwent Inktense und Castle Premium Soft Touch).

Laura hatte für ihre Voodoopuppe deutlich weniger Zeit, weil sie wieder nach Hause musste. Ich mag sie jedoch sehr und kann insbesondere der Dynamik des Zeichenstils viel abgewinnen: Laura’s Voodoo Doll — Buntstift auf Zeichenkarton (Derwent Inktense und Faber Castell Polychromos)
Laura's voodoo doll

Alex hat in der gleichen Zeit drei Voodoopuppen und zwei weitere Bilder gemalt, ich verlinke einfach mal auf sein aktuelles Album. Dort findet man die gelungenste Version und viele andere tolle Bilder.

Falls sich an der Kunstfront doch mal irgendetwas tut, werde ich sicher davon berichten — falls ich mich dazu aufraffen kann, einen neuen Blogbeitrag zu schreiben.

What Others Are Saying

  1. Karl Emnet 11. Oktober 2020 at 14:29

    Und da bin ich auch schon wieder mit dem ersten Kommentar. Es scheint mir doch sehr so zu sein, dass du eher Gesellschaft brauchst, um künstlerisch tätig zu sein. Auch wir beide sind ja vor allem durch die gemeinsame Zeit im Schreiben vorangekommen.
    Der Link zu dem Album funktioniert nicht, jedenfalls kommt da bei mir eine Fehlermeldung.. Viel Spaß noch beim diesjährigen Kürbisschnitzen. Du hast ja gesagt, dass man das erst ein, zwei Tage vorher machen kann. Mir geht es mit den dazugehörigen Süßigkeiten ähnlich: ich habe schon zweimal eingekauft und dann alles selbst weggefuttert.

    • Kaa 24. Oktober 2020 at 11:47

      Einen schönen Gruß nach Bayern!
      Ja, es ist eine Tatsache: Regelmäßig schreibst du den ersten und auch einzigen Kommentar. Und ich freue mich jedes Mal sehr. Letzte Woche hat es mit der Beantwortung nicht geklappt. Erst stand eine Software-Lieferung ins Haus, die mich ganz schön geschlaucht hat, dann musste ich noch eine verspätete Kindergeburtstagsfeier überleben. Gerade eben genieße ich das schöne Gefühl, nicht wirklich etwas tun zu müssen… Das ist toll!
      Natürlich habe ich wie immer viele Pläne. Auch und unbedingt künstlerische! Aber wie du schon richtig bemerkt hat, brauche ich fürs Gelingen meist Starthilfe von außen. Leider habe ich fürs Zeichnen und Malen noch nicht wirklich jemanden gefunden. Aber jetzt ist ja eh erst mal wieder Kürbisschnitzen dran. Aufs Schreiben hab ich grad so gar keine Lust. Aber wenn du Motivationshilfe brauchst, kann ich vielleicht wieder aushelfen.

      Danke für den Hinweise mit dem Link zum Album. Ich habe das jetzt hoffentich repariert.
      Bis die Tage

  2. Karl Emnet 26. Oktober 2020 at 19:42

    Du hast das Link in der Tat repariert. Interessant fand ich “Supermum”. Dein Sohn scheint ja große Stücke von dir zu halten.

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